Der türkische Immobiliensektor hat in den letzten zehn Jahren stetig an Bedeutung zugenommen, da die Gelegenheiten für Investoren mit jedem Jahr besser werden. Die Wirtschaftskrise und die weltweite wirtschaftliche Rezession in den letzten Jahren haben zwar die Immobilienmärkte in Europa und den USA negativ betroffen, der Markt in der Türkei ist jedoch immer noch vielversprechend. Obwohl in ganz Europa ein Rückgang in der Nachfrage und ein Abwärtstrend bei den Hauspreisen zu verzeichnen waren, stieg in der Türkei nach Zahlen von TurkStat die Anzahl der verkauften Wohnungen im zweiten Quartal 2011 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr um 18 %. Dies zeigt, dass im Immobiliensektor des Landes ein großes Wachstumspotenzial herrscht.
Mit dem Eintritt von internationalen Akteuren in den Immobiliensektor steigt der Wettbewerb, während große Zusammenschlüsse und Übernahmen zu den Expansions- und Wachstumsraten beitragen. Aus verschiedenen Umfragen und Veröffentlichungen wie „Emerging Trends in Real Estate Europe“ von PricewaterhouseCoopers (PWC) und dem Urban Land Institute zeigt sich, wie globale und lokale Interessen im türkischen Immobiliensektor angestiegen sind. Laut der Ausgabe 2012 des Berichts ist Istanbul der attraktivste Investmentmarkt in den Kategorien „Wertentwicklung bestehender Immobilien“, „Neuanschaffungen von Immobilien“ und „Entwicklungsprojekte“, gefolgt von München, Warschau, Berlin und Stockholm. Laut einer Umfrage des Verbands ausländischer Immobilieninvestoren (AFIRE) belegt die Türkei 2012 außerdem den 3. Platz unter den attraktivsten Zielen für Immobilieninvestitionen in den Schwellenländern.
Mit dem Fortschritt der Türkei auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft werden Investitionen im Immobilienmarkt durch wichtige Rechtsreformen immer einfacher und gewinnbringender. Die Änderungen am Grundbuchrecht, das Hypothekengesetz und die Neufassung der Steuergesetze zielen ebenfalls darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit des türkischen Immobiliensektors zu verbessern.
Auch dank einer Wandlung der Bevölkerungsschichten in Verbindung mit den immer besseren Wirtschaftsergebnissen zeigt der Immobiliensektor der Türkei gute Aussichten. Es wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach Büros und Logistik- und Industriegebieten proportional zu der Anzahl der internationalen und lokalen Unternehmen steigen wird.
Der Sektor ist stabil, institutionalisiert und internationalisiert dank prognostizierbarer Inflationsraten und konsistenter Preise.
Dematerialisierung, Transparenz, Auditing, Qualität und Normierung sowie Institutionalisierung und statistische Daten entsprechen dem fortlaufenden Prozess des EU-Anschlusses.
60 % der Bevölkerung in der Türkei sind jünger als 34 Jahre, und das Bruttoinlandsprodukt des Landes betrug 2010 736 Milliarden US-Dollar.
Wohnungsbaudarlehen stiegen von 3,5 Milliarden türkischen Lira 2004 auf 68 Milliarden türkische Lira im September 2011. Wohnungsbaudarlehen werden Schätzungen zufolge im Jahr 2015 einen Anteil am BIP von 15 % erreichen.
2010 haben 28,5 Millionen Touristen die Türkei besucht. Damit belegt das Land den sechsten Rang unter den beliebtesten Urlaubszielen der Welt. Diese Zahlen zeigen das große Potenzial des türkischen Immobiliensektors im Bereich der Tourismusbranche.
Die Anzahl der modernen Einkaufszentren stieg zwischen 2000 und 2011 von 44 auf 284.
Als regionales Zentrum mit einfachem Zugang zu 1,5 Milliarden Verbrauchern in Europa und den GUS-Staaten sowie als Energiekorridor und -terminal zwischen Europa, Zentralasien und dem Nahen Osten bringt die Türkei jedes Jahr mehr Unternehmen hervor.
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