Das Gesundheitssystem der Türkei befindet sich derzeit in einer Wandlungsphase unter dem Einfluss des Gesundheitstransformationsprogramms 2003–2013. Zweck des Programms ist es, die Qualität und Effizienz des Gesundheitssystems zu steigern und einen einfacheren Zugang zu Gesundheitseinrichtungen zu schaffen.
Laut dem Verband der Pharmahersteller der Türkei (IEIS) lag der Pharmamarkt in der Türkei 2010 bei rund 9,2 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer jährlichen Gesamtwachstumsrate von 12,6 % gegenüber den 4 Milliarden US-Dollar 2003. Die Branche besteht aus 49 Herstellern, von denen es sich bei 13 um ausländische Investoren handelt. In der Branche sind rund 25.000 Menschen beschäftigt.
Die Generaldirektion für Arzneimittel und Pharmazie, eine Abteilung des Gesundheitsministeriums, ist für die Regulierung und Kontrolle der Pharmapreise zuständig. Hersteller und Importeure müssen für die Genehmigung von Preisen für neue Produkte sowie von Preiserhöhungen und -senkungen eine Anfrage an das Gesundheitsministerium richten.
Historischer Abriss der Entwicklung des Gesundheitswesens und der Pharmaindustrie in der Türkei
1952-1972
Beginn der „Industriezeit“ (1952)
Bildung moderner Fertigungsanlagen
Erste Produktion von Rohstoffen
Produktion von 95 % aller Produkte im Inland
1973-1990
Stagnationszeitraum bis 1984
Einführung der guten Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practices, 1984)
Fortschreitende technologische Entwicklung durch starke Investitionen
1990-2003
Marktwachstum um jährlich durchschnittlich 10 %
Instabile Preisgestaltungs- und Rückvergütungspolitik
2004-2007
Neue Preisgesetzgebung auf der Basis von Referenzpreisen
Mehrwertsteuersenkung auf 8 %
Neue Anmeldungsgesetzgebung
Datenexklusivität für Originalprodukte
Übertragung von SSK-Krankenhäusern an das Gesundheitsministerium
2008-heute
Verabschiedung des neuen F&E-Gesetzes
Einführung des universellen Krankenversicherungsschutzes
DIALOG INTERACTIVE
ANKARA - İSTANBUL - DUBAI - MOSCOW - LONDON 0 850 800 1449