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TURKIJE : WIRTSCHAFTLICHE LAGE

Die türkische Wirtschaft hat mit ihrem konstanten Wachstum in den vergangenen acht Jahren eine beachtliche Entwicklung durchlaufen. Eine solide makroökonomische Strategie, gepaart mit einer umsichtigen Finanzpolitik und umfassenden Strukturreformen seit 2002 haben eine Einbindung der türkischen Wirtschaft in die globalisierte Welt ermöglicht und das Land zu einem der größten Empfänger ausländischer Direktinvestitionen in der Region gemacht.

 

Die Strukturreformen, die durch den türkischen EU-Beitrittsprozess beschleunigt wurden, haben in vielen Bereichen den Weg für tief greifende Veränderungen geebnet. Die Hauptzielsetzungen dieser Maßnahmen waren die Stärkung der Rolle des privaten Sektors in der türkischen Wirtschaft, die Steigerung der Effizienz und Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors sowie die Schaffung einer solideren Basis für das Sozialversicherungssystem. Die Reformen haben die makroökonomischen Kerndaten des Landes verbessert. So ist die Wirtschaft im letzten Jahrzehnt zwischen 2002 und 2012 mit einer durchschnittlichen jährlichen BIP-Wachstumsrate von 5 % gewachsen.

 

Durchschnittliches jährliches BIP-Wachstum (real, in %) 2002-2012

 

 

Quelle: OECD, Eurostat und nationale Quellen

 

Darüber hinaus hat die beeindruckende wirtschaftliche Leistung der Türkei des letzten Jahrzehnts Experten und internationale Institutionen zu optimistischen Prognosen in Bezug auf die wirtschaftliche Zukunft der Türkei veranlasst. Die OECD zum Beispiel geht davon aus, dass die Türkei im Zeitraum zwischen 2012 und 2017 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 5,2 Prozent zu der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaft der OECD wird.

 

Durchschnittliches jährliches BIP-Wachstum (real, in %), Prognose für

OECD-Länder 2012-2017

 

 

Quelle: OECD Economic Outlook Nr: 91, Juni 2012

 

Auch die öffentlichen Finanzen in der Türkei wurden im Zusammenhang mit dem stabilen Wirtschaftswachstum unter Kontrolle gebracht, und der von der EU definierte öffentliche Schuldenstand fiel im Zehn-Jahres-Zeitraum von 2002 bis 2012 von 74 % auf 36,1 %. Damit erfüllt die Türkei seit 2004 das Maastricht-Kriterium, demzufolge der öffentliche Schuldenstand nicht mehr als 60 % des Bruttoinlandsprodukts ausmachen darf. Auch das Haushaltsdefizit, eines der Maastricht-Kriterien für den Haushaltsausgleich, sank zwischen 2002 und 2012 von über 10 % auf unter 3 %.

 

Das BIP hat sich von 231 Mrd. US-Dollar im Jahr 2002 auf 786 Mrd. US-Dollar im Jahr 2012 mehr als verdreifacht; im gleichen Zeitraum stieg das Pro-Kopf-BIP von 3.500 US-Dollar auf 10.504 US-Dollar.

 

Die sichtbaren Verbesserungen der türkischen Wirtschaft haben auch den Außenhandel angekurbelt: das Exportvolumen erhöhte sich von 36 Mrd. US-Dollar 2002 auf 153 Mrd. US-Dollar Ende 2012. Eine ebenso kräftige Zunahme verzeichneten die Tourismuseinnahmen, die von ca. 8,5 Mrd. US-Dollar 2002 auf über 25 Mrd. US-Dollar im Jahr 2012 kletterten.

 

Mit derartigen Verbesserungen in einem so kurzen Zeitraum hat sich die Türkei in der Weltwirtschaft als ein außergewöhnliches Schwellenland etabliert, das 2012 gemessen am BIP (in KKP) die 16. größte Volkswirtschaft der Welt und die sechst größte Volkswirtschaft im Vergleich mit den EU-Ländern war.

 

Eine institutionalisierte Wirtschaft, die im den vergangenen Jahrzehnt ausländische Direktinvestitionen in Höhe von 123 Mrd. US-Dollar angezogen hat und unter den attraktivsten Ländern der Welt für Auslandsinvestitionen den 13. Rang belegt (A.T. Kearney FDI Confidence Index 2012).

16. größte Volkswirtschaft der Welt und sechstgrößte Volkswirtschaft im Vergleich zu den EU-Ländern 2012 (BIP zu KKP, IWF-WEO).

Robustes Wirtschaftswachstum in den letzten zehn Jahren mit einem durchschnittlichen realen BIP-Wachstum von 5 % p.a.

Zunahme des BIP von 231 Mrd. US-Dollar im Jahr 2002 auf 786 Mrd. US-Dollar im Jahr 2012.

Solide Wirtschaftspolitik mit einer vorsichtigen Haushaltsdisziplin.

Starke Finanzstruktur, die sich gegenüber der weltweiten Finanzkrise als widerstandsfähig erwiesen hat.

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